Presseurope
Presseurop
  • Deutschland | Merkel recycelt | Cartoon (Süddeutsche Zeitung, München)
    Merkel recycelt (Cartoon)

  • Spanien | Mit ein wenig Disziplin wird alles gut (El Mundo, Madrid)
    Mariano Rajoys Regierung steht einer neuen Verschlimmerung der Finanzkrise gegenüber und versucht, den Märkten Sicherheiten zu geben und gleichzeitig die Unterstützung der EU zu verlangen. Vergleicht man jedoch ihre Situation mit der Lage in Portugal und Griechenland, merkt man, dass es keine Alternative gibt, stellt El Mundo fest. (Article)

  • Auswegslos? | Editorial
    „Grexit" – diese Wortkonstruktion aus Griechenland und Exit, also dem Austritt aus der Eurozone, gibt es seit Jahresbeginn. Damals verhandelten die Griechen über einen möglichen Schuldenschnitt. Seitdem schwebt ein möglicher Austritt wie ein Damoklesschwert über ihren Köpfen. Das Problem gibt es allerdings schon viel länger: Als  Giorgos Papandreou das Rettungspaket im Herbst von einer risikoreichen Volksabstimmung abhängig machen wollte, machten die Märkte und seine europäischen Partner ihm klar, dass Athen „guten Willen“ zeigen muss. Wenn nicht, würde sich das Ganze nämlich nur noch um folgende Frage drehen: „Wollt ihr in der Eurozone bleiben oder nicht?“. Nach den Wahlen, bei denen die Anti-Sparkurs-Parteien triumphierten und der Zerfall der traditionellen parteilichen Schwergewichte greifbar wurde, ist der „Grexit“ nicht mehr nur pure Theorie, sondern Wirklichkeit geworden. Eine bedrohliche und ganz reale Möglichkeit. Und die für den 17. Juni geplanten Neuwahlen könnten das Ganze nur noch schlimmer machen. Würde der „Grexit“ aber wirklich etwas ändern? Wirtschaftsexperten und Politiker wägen immer wieder Vor- und Nachteile ab. Ohne sich ganz sicher sein zu können, was letztendlich am Schlimmsten wäre. Momentan gleichen die Diskussionen allerdings eher einem Bluff, wie Il Sole-24 Ore unlängst schrieb. Ein gefährlicher Bluff. Die Europäer müssen eine schier unmögliche Entscheidung treffen. Bewegen sie Griechenland zum Austritt aus der Eurozone – was nicht einmal in den Verträgen vorgesehen ist –, riskieren sie, dass sowohl das europäische Wirtschaftssystem als auch die EU als politisches Projekt und Weltmacht ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Setzen sie aber alles daran, Griechenland wiederzubeleben, laufen sie Gefahr, an einer Politik festzuhalten, die das soziale Gefüge des Landes zerstören könnte. Zudem drohen sie die Demokratie im Land zu schwächen. Auch wenn sie immer wieder gern wiederholen, dass Griechenland die Wiege der Demokratie ist. Darüber hinaus würden sie weitere Milliarden Euro ausgeben – ohne jeden Erfolg. Schließlich ist der griechische Staat nur noch eine Fiktion. Und all das für einen Staat, der zwischen zwei bis drei Prozent des europäischen BIP ausmacht. Dass die EU in einer solchen Sackgasse steckt, liegt vor allem daran, dass sie selbst in einer Art ‚Dazwischen’ schwebt: Politisch und Wirtschaftlich ist die Integration so weit vorangeschritten, dass die Griechenland-Krise tatsächlich eine Bedrohung darstellt. Insgesamt aber ist der Zusammenhalt noch lange nicht so groß, dass sie die Mittel hat, sich aus eigenen Kräften daraus zu holen. Gäbe es keine Einheitswährung und keinen Binnenmarkt, würde sie einen griechischen Zahlungsausfall und eine Währungsabwertung viel leichter ertragen. Und gäbe es im Bereich der Haushaltspolitik wirksamere Koordinationsmechanismen und Mittel und Wege, Griechenland zu einer Staatsreform zu zwingen, insbesondere was die Steuereinnahmen und den Kampf gegen Korruption angeht, könnte die EU Griechenland – vielleicht – den Weg aus der Krise leuchten. Wie soll man den Europäern aber verständlich machen, dass die Lösung der europäischen Krise ein Mehr an Europa ist? Die EU-Führungsspitzen baden derzeitig die beschleunigte europäische Integration, die Einheitsakte von 1986 und den Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2009 aus. Kurzum: Zwei Jahrzehnte voller Wohlstandsversprechen, in denen aber keine Antworten darauf gefunden wurden, wie de Demokratiefrage innerhalb der Union zu lösen ist. Kommt zu den ohnehin erschöpften Institutionen noch eine Schuldenkrise hinzu, geht es Europa wie dem Minotaurus, der einen Weg aus dem Labyrinth sucht. Was haben Sie gleich nochmal gesagt? „Grexit“?     (Editorial)

  • Krise in der Eurozone | Lasst uns amerikanischer sein (Hospodářské noviny, Prag)
    Die Griechenland-Krise und das mangelnde Durchsetzungsvermögen der EU-Führungsspitzen haben die eigentliche Herausforderung für die Zukunft der EU in den Hintergrund gedrängt. Im Gegensatz dazu haben die Vereinigten Staaten von Amerika effiziente Lösungen gefunden. Für einen tschechischen Kolumnisten ist es höchste Zeit, sich davon inspirieren zu lassen. (Article)

  • Frankreich | Neinsager für Europa zuständig
    Der neue französische Außenminister Laurent Fabius und der neue Europaminister Bernard Cazeneuve haben eines gemeinsam: Sie haben beim Referendum von 2005 über die europäische Verfassung […] (News in brief)

  • Eurovision | Rambo Amadeus: der Crash der Klischees (Tportal , Zagreb)
    Frech und fröhlich: Der Turbo-Folk-Sänger wird für Montenegro beim Eurovison Song Contest an den Start gehen. „Euro neuro“ heißt sein Titel, in dem er die Klischees über den Balkan und dessen Beziehung zu Europa auf die Schippe nimmt. (Article)

  • Die letzten Titelseiten | Wirtschaft, Spanien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland
    The Guardian, La Stampa, El Periódico de Catalunya, De Volkskrant, Luxemburger Wort, Berliner Zeitung (Today's front pages)

  • Griechenland | Letzte Reise | Cartoon (The Independent, London)
    Letzte Reise (Cartoon)

  • Eurokrise | Athens Schrei vernehmen (La Repubblica, Rom)
    Statt die griechischen Verantwortungsträger wie Aussetzige und ihre Wähler wie Pestkranke zu behandeln, täten die europäischen Führungsspitzen, und allen voran die Deutschen, besser daran, ihnen Gehör zu schenken. Stattdessen haben sie nur ihre wirtschaftlichen Forderungen im Kopf. Allerdings lassen sie dabei die demokratischen Grundsätze außer Acht und nagen so am Fundament der Union. (Article)

  • Internationaler Gerichtshof | Mladic in den Händen seiner Opfer | Cartoon (Danas, Belgrade)
    Mladic in den Händen seiner Opfer (Cartoon)

  • Debatte | Die große Koalition Europas (Süddeutsche Zeitung, München)
    Bisher war eine ideologische Auseinandersetzung in Europa kaum möglich - aus Mangel an demokratischer Debattenkultur. Mit einem französischen Präsident und einer Kanzlerin, die unterschiedliche politische Leitlinien verfolgen, könnte die Union lernen, zu diskutieren, und somit die Leidenschaft der Europäer neu entfachen. (Article)

  • Griechenland | Neue Wahlen, neue Gefahren
    Nach neun Tagen Sondierungsgesprächen haben sich die Parteien Griechenlands nicht auf eine Regierung einigen können. Am 17. Juni wird es somit zu Neuwahlen kommen, die von […] (News in brief)

  • 
Spanien

 | 
EZB beteiligt sich an Bankenreform
    „EZB wird den spanischen Bankensektor prüfen lassen“, titelt Cinco Días. Die Europäische Zentralbank hat erklärt, bei der Bankenreform in Spanien „mit der Regierung zusammenarbeiten zu […] (News in brief)

  • Griechenland | Das Leben ist (fast) ein Krimi (The Guardian, London)
    Ein Roman über einen Serienmörder in Athen ist so wirklichkeitsnah, dass Autor Petros Markaris seine Leser mahnen muss, ihn nicht nachzuahmen. Der Grund: Es geht um die steuerhinterziehende griechische Elite und die Opfer des korrupten Systems. (Article)

  • Die letzten Titelseiten | Deutschland-Frankreich, Europäische Union, Griechenland, Euro-Zone, Tschechien
    Die Welt, Rzeczpospolita, Evenimentul Zilei, I Niki, Het Financieele Dagblad, Mladá Fronta DNES (Today's front pages)

Standpunkte in Kürze

plakat

Aktionen

Jetzt Neu

Grüner Kanal